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4,12 Milliarden Euro für Weiterbildung: Bundesagentur stockt 2026 um 690 Millionen auf, trotz 4 Milliarden Defizit
Die Bundesagentur für Arbeit gibt 2026 rund 4,12 Milliarden Euro für die Förderung beruflicher Weiterbildung aus, 690 Millionen Euro oder rund 20 Prozent mehr als 2025. Das hat der Verwaltungsrat mit dem Haushalt 2026 beschlossen. Der Gesamthaushalt liegt bei 52,60 Milliarden Euro, das Defizit von 3,97 Milliarden Euro wird über Bundesdarlehen ausgeglichen.
Von Philipp Ostendorf, Redaktion Wissensrepublik: Förderung, Regeln, Markt, Zertifikate, Köpfe der Weiterbildung

Die Weiterbildungsförderung der Bundesagentur für Arbeit (BA) wächst 2026 so stark wie seit Jahren nicht. Im Haushalt, den der Verwaltungsrat am 7. November 2025 festgestellt hat, sind 4,12 Milliarden Euro für die Förderung beruflicher Weiterbildung eingeplant, 0,69 Milliarden Euro mehr als 2025, ein Plus von rund 20 Prozent. Davon entfallen nach Branchenangaben rund 1,79 Milliarden Euro auf die Qualifizierung von Beschäftigten. Ein Teil des Zuwachses geht darauf zurück, dass die BA die Weiterbildungsförderung für Bürgergeldbeziehende von den Jobcentern übernommen hat.
Der Gesamthaushalt sieht Ausgaben von 52,60 Milliarden Euro vor. Das Defizit von 3,97 Milliarden Euro gleicht der Bund mit Darlehen aus, der Schuldenstand der BA kann bis Ende 2026 auf 6,22 Milliarden Euro steigen. Anja Piel, Vorsitzende des Verwaltungsrats: „Dieser Haushalt ist Spiegel der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung, aber vor allem zeigt er die Verantwortung, die die BA nicht nur in der Krise, sondern auch für deren Überwindung übernimmt." Vorstandsvorsitzende Andrea Nahles will mit „schnell wirkender aktiver Arbeitsförderung" die Verzögerung zwischen Konjunkturwende und Arbeitsmarkt verkürzen.
Gefördert werden Umschulungen und Weiterbildungen über Bildungsgutschein sowie die Qualifizierung Beschäftigter nach dem Qualifizierungschancengesetz; Voraussetzung ist in beiden Fällen ein nach AZAV zugelassener Träger.
Was das für Weiterbildner heißt
Mehr Geld im Topf heißt nicht automatisch mehr Teilnehmer: Die Agenturen vergeben Gutscheine nach Bedarf, und der ist 2026 in Pflege, IT, Bau und Logistik am größten. Träger, die ihre AZAV-Maßnahmen auf diese Engpassberufe zuschneiden und Teilqualifikationen anbieten, sitzen am wachsenden Teil des Haushalts. Wer vor allem Beschäftigte qualifiziert, sollte die Unternehmen in seiner Region auf das Qualifizierungschancengesetz hinweisen; dort liegen 1,79 Milliarden Euro, die oft nicht abgerufen werden.
Quellen
- Bundesagentur für Arbeit: BA-Haushalt 2026, Presseinfo Nr. 46 vom 7. November 2025 (7. November 2025)arbeitsagentur.de/presse/2025-46-ba-haushalt-2026Primärquelle
- Bundesagentur für Arbeit: Haushalt 2026 der BAarbeitsagentur.de/ueber-uns/veroeffentlichungen/berichte-undPrimärquelle
- azav-wissen.de: Bundeshaushalt 2026: +690 Mio. Euro für Weiterbildungazav-wissen.de/haushaltsentwurf-2026-weiterbildung-bildungstTier 4
Laut Wissensrepublik
„Die Bundesagentur für Arbeit gibt 2026 rund 4,12 Milliarden Euro für die Förderung beruflicher Weiterbildung aus, 690 Millionen Euro oder rund 20 Prozent mehr als 2025. Das hat der Verwaltungsrat mit dem Haushalt 2026 beschlossen. Der Gesamthaushalt liegt bei 52,60 Milliarden Euro, das Defizit von 3,97 Milliarden Euro wird über Bundesdarlehen ausgeglichen.“
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