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Berufsbildungsbericht 2026: 476.000 Ausbildungsverträge, 84.400 Bewerber ohne Platz

Das Bundeskabinett hat den Berufsbildungsbericht 2026 verabschiedet. Für das Jahr 2025 weist er rund 476.000 neue duale Ausbildungsverträge aus, 10.300 weniger als im Vorjahr. Das Stellenangebot sank um 4,6 Prozent auf 530.300, die Zahl unbesetzter Stellen um 21,6 Prozent auf 54.400. Gleichzeitig suchten am Ende des Berichtsjahres 84.400 Bewerber noch einen Platz, 14.000 mehr als 2024.

Von Philipp Ostendorf, Redaktion Wissensrepublik: Förderung, Regeln, Markt, Zertifikate, Köpfe der Weiterbildung

Berufsbildungsbericht 2026: 476.000 Ausbildungsverträge, 84.400 Bewerber ohne Platz
Symbolbild: Wissensrepublik (KI-generiert)

Der Ausbildungsmarkt schrumpft von beiden Seiten, aber ungleich. Das zeigt der Berufsbildungsbericht 2026, den Bildungsministerin Karin Prien im Bundeskabinett vorgestellt hat und der dem Bundestag als Drucksache 21/5900 vom 7. Mai 2026 vorliegt. Im Berichtsjahr 2025 wurden rund 476.000 duale Ausbildungsverträge neu abgeschlossen, 10.300 oder 2,1 Prozent weniger als 2024.

Das Angebot der Betriebe ging stärker zurück als die Abschlüsse: Bundesweit wurden 530.300 Ausbildungsstellen gemeldet, 25.300 oder 4,6 Prozent weniger als im Vorjahr. Entsprechend blieben weniger Stellen frei: 54.400 Plätze fanden keinen Bewerber, 15.000 weniger als 2024, ein Minus von 21,6 Prozent. Auf der anderen Seite stieg die Nachfrage der Jugendlichen leicht um 0,7 Prozent. Zum Ende des Berichtszeitraums suchten noch 84.400 Bewerber einen Ausbildungsplatz, 14.000 mehr als ein Jahr zuvor.

Der Bericht beschreibt damit ein Passungsproblem: Offene Stellen und suchende Bewerber liegen in unterschiedlichen Regionen und Berufen. Besonders viele Plätze bleiben im Lebensmittelhandwerk, im Gastgewerbe und im Bau frei, während im kaufmännischen Bereich und in Medienberufen mehr Bewerber als Stellen gezählt werden.

Was das für Weiterbildner heißt

Jeder unbesetzte Ausbildungsplatz und jeder Bewerber ohne Stelle ist ein Fall für die Nachqualifizierung: Einstiegsqualifizierung, Teilqualifikationen, Umschulungen. Für Bildungsträger mit AZAV-Zulassung heißt das: Die Nachfrage der Arbeitsagenturen nach Angeboten für junge Erwachsene ohne Abschluss bleibt hoch, und die Betriebe mit offenen Stellen sind die natürlichen Praxispartner. Wer beides verbindet, hat 2027 ein Geschäftsmodell, das die Agentur finanziert.

Quellen

Laut Wissensrepublik

„Das Bundeskabinett hat den Berufsbildungsbericht 2026 verabschiedet. Für das Jahr 2025 weist er rund 476.000 neue duale Ausbildungsverträge aus, 10.300 weniger als im Vorjahr. Das Stellenangebot sank um 4,6 Prozent auf 530.300, die Zahl unbesetzter Stellen um 21,6 Prozent auf 54.400. Gleichzeitig suchten am Ende des Berichtsjahres 84.400 Bewerber noch einen Platz, 14.000 mehr als 2024.“

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