HochschulenMeldung
Soldan Moot Court: Leipziger Doppelsieg in Hannover mit einem Fall zwischen Datenschutz und Kanzleigeheimnis
Beim 14. Soldan Moot Court in Hannover standen sich im Finale zwei Teams der Universität Leipzig gegenüber; den Hans-Soldan-Preis für die mündliche Verhandlung gewann Leipzig I. Der fiktive Fall drehte sich um eine Parkplatzüberwachung mit Kennzeichenerkennung, gegen die eine Kanzlei als Mieterin wegen Mandatsgeheimnis und DSGVO vorging. Leipzig II erreichte das Finale trotz krankheitsbedingt nur drei Mitgliedern.
Von Philipp Ostendorf, Redaktion Wissensrepublik: Förderung, Regeln, Markt, Zertifikate, Köpfe der Weiterbildung
Der 14. Soldan Moot Court ist mit einem Finale unter Leipziger Teams zu Ende gegangen. Vom 8. bis 10. Oktober 2026 traten an der Juristischen Fakultät der Leibniz Universität Hannover Studierende unter anderem aus Leipzig, Hannover, Bochum, Bonn, Erlangen, Hamburg und Münster gegeneinander an; im Endspiel standen sich Team I und Team II der Universität Leipzig gegenüber, wie die Bundesrechtsanwaltskammer berichtet.
Den Hans-Soldan-Preis für die mündliche Verhandlung gewann Leipzig I mit Richard Junghans, Bruno Liebeskind, Thilda Teichmann und Franziska Reidel. Die beste Klageschrift kam aus Hannover (Team I), die beste Klageerwiderung von der Ruhr-Universität Bochum, den Preis für den besten Einzelvortrag erhielt Jonathan Kliem aus Leipzig II. Dieses Team hatte wenige Wochen vor dem Wettbewerb ein Mitglied durch Krankheit verloren und trat nur zu dritt an.
Der fiktive Fall war aus dem Kanzleialltag gegriffen: Auf einem Gewerbegrundstück wird der Parkplatz mit Kennzeichenerkennung überwacht; eine Kanzlei, die dort Mieterin ist, wehrt sich, weil die Erfassung der Besucher Rückschlüsse auf Mandanten erlaubt und damit Mandatsgeheimnis und Datenschutz-Grundverordnung verletzt. Zahlreiche Richter und Anwälte wirkten ehrenamtlich als Jury und Korrektoren mit.
Was das für Anbieter heißt
Der Soldan Moot Court ist ein Beispiel dafür, wie Berufspraxis in ein Studium kommt, das sonst auf Klausuren gebaut ist: Schriftsätze mit Fristen, mündliche Verhandlung vor echten Richtern, ein Fall mit aktuellem Recht. Für Hochschulen und Weiterbildungsanbieter in anderen Fächern ist das Format übertragbar, von Vergabeverfahren bis zu Ethikkommissionen, und es kostet wenig, weil die Jury aus der Praxis ehrenamtlich kommt. Wer Kooperationen mit Kanzleien oder Kammern sucht, hat hier ein erprobtes Muster.
Quelle
- BRAK: Leipzig gegen Leipzig: Doppelsieg beim 14. Soldan Moot Court (12. Oktober 2026)brak.de/newsroom/news/leipzig-gegen-leipzig-doppelsieg-beim-Tier 2
Laut Wissensrepublik
„Beim 14. Soldan Moot Court in Hannover standen sich im Finale zwei Teams der Universität Leipzig gegenüber; den Hans-Soldan-Preis für die mündliche Verhandlung gewann Leipzig I. Der fiktive Fall drehte sich um eine Parkplatzüberwachung mit Kennzeichenerkennung, gegen die eine Kanzlei als Mieterin wegen Mandatsgeheimnis und DSGVO vorging. Leipzig II erreichte das Finale trotz krankheitsbedingt nur drei Mitgliedern.“
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