HochschulenMeldung
69 Prozent der Studienanfänger bleiben im Bundesland ihres Abiturs
Zwei von drei Studienanfängern wechseln für das Studium nicht das Bundesland. Von rund 308.000 Erstsemestern mit deutscher Hochschulreife blieben im Wintersemester 2025/26 69 Prozent dort, wo sie ihr Abitur gemacht haben. Nordrhein-Westfalen hält mit 82 Prozent die meisten, Thüringen mit 34 Prozent die wenigsten, was das Statistische Bundesamt mit dem Fernstudium der IU erklärt.
Von Philipp Ostendorf, Redaktion Wissensrepublik: Förderung, Regeln, Markt, Zertifikate, Köpfe der Weiterbildung

Die meisten Studienanfänger bleiben zum Studium in ihrem Bundesland. Von rund 308.000 Erstsemestern mit deutscher Hochschulzugangsberechtigung begannen im Wintersemester 2025/26 69 Prozent ihr Studium in dem Land, in dem sie die Hochschulreife erworben hatten, wie das Statistische Bundesamt in seiner Zahl der Woche vom 6. Oktober mitteilt.
Die Spanne zwischen den Ländern ist groß. Nordrhein-Westfalen hält mit 82 Prozent die meisten Abiturienten; das Bundesamt verweist auf das breite Hochschulangebot des bevölkerungsreichsten Landes. Am anderen Ende steht Thüringen mit 34 Prozent. Hier verzerrt die IU Internationale Hochschule mit Sitz in Erfurt die Statistik: Ihre Fernstudierenden werden in Thüringen gezählt, kommen aber aus dem ganzen Bundesgebiet, sodass der Anteil der „eigenen“ Anfänger rechnerisch sinkt.
Als Einflussgrößen nennt Destatis die Vielfalt des Studienangebots im Land, die Attraktivität der Lebensumstände und die geografische Nähe: „Je vielfältiger das Studienangebot innerhalb des Bundeslandes, desto mehr junge Menschen bleiben zum Studium dort.“
Was das für Anbieter heißt
Für Hochschulen heißt das: Der Wettbewerb um Studienanfänger ist zuerst regional. Wer außerhalb des eigenen Landes rekrutieren will, muss gegen die Nähe arbeiten, mit Wohnraum, Stipendien oder Studiengängen, die es zu Hause nicht gibt. Für Weiterbildungs- und Fernstudienanbieter bestätigt der Thüringen-Effekt den Trend zum ortsunabhängigen Studium; wer bundesweit ausbildet, sollte das in den eigenen Statistiken sauber von regionalen Zahlen trennen, bevor Landespolitik daraus Schlüsse zieht.
Quelle
- Statistisches Bundesamt: Zahl der Woche: 69 % der Studienanfänger beginnen Studium im Bundesland ihrer Hochschulreife (6. Oktober 2026)destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/Zahl-der-Woche/2026Primärquelle
Laut Wissensrepublik
„Zwei von drei Studienanfängern wechseln für das Studium nicht das Bundesland. Von rund 308.000 Erstsemestern mit deutscher Hochschulreife blieben im Wintersemester 2025/26 69 Prozent dort, wo sie ihr Abitur gemacht haben. Nordrhein-Westfalen hält mit 82 Prozent die meisten, Thüringen mit 34 Prozent die wenigsten, was das Statistische Bundesamt mit dem Fernstudium der IU erklärt.“
Diese Meldung mit Quellenlink zitieren.